Gästebuch

Liebe Schafe, und so werden wir es dann auch mal handhaben.

 

Die Gastbeiträge werden nur dann frei geschaltet, wenn Sie / Ihr uns parallel

per mail an postschaf@t-online.de den Nicknamen, den reelen Vor- und Zunamen,

sowie den Beitrag selbst zusendet. Muss leider sein. 

 

Mähen ist manchmal anstrengend. Danke!

 

 

Kommentare: 125

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  • #125

    Michael Sack (Sonntag, 03 Mai 2015 20:40)

    Hallo ihr Lieben, find ich schön sympathisch, die Seite hier mit Schafen und Lämmern und Mähstimmen. Aber, die Geduld soll nicht zu Ende sein und nicht zu Ende gehen. Aber es muß in Klugheit und Gehorsam weitergehandelt werden. Wir sollen geduldig sein, bis ans Ende, bis der HERR wiederkommt. Sozusagen ist das eigentlich über das Scheiden hinaus gemeint. Und richtig ist auch, mähen kann anstrengend sein, denn : ´Alles Reden ist so voll Mühe`, weiß die SCHRIFT. Auf die kommt es übrigens total an, um es ganz deutlich zu sagen. Und dann : zu glauben, wie geschrieben steht. Nun, das zumindest wollte ich Euch sagen. Ich hatte einen Eintrag bei GMX, der mich zu Euch führte. Also, GOTTES Segen in dem NAMEN JESUS. MfG, MS

  • #124

    Angelika Oetken (Sonntag, 15 Februar 2015 16:18)

    Liebe Frau Lehnert,

    ich stehe mit Opfern der Odenwaldschule im Austausch. Der Film zeigt nur andeutungsweise, was dort vor sich ging. Hätte der Regisseur die Hintergründe so wie sie sind abgebildet, dann wäre der Film in Deutschland nie gezeigt worden.
    Geben Sie doch mal "Richard von Weizsäcker", "protestantische Mafia" und "Missbrauch" in der Suchmaschine ein. Es erscheinen mit Sicherheit zwei sehr gut recherchierte Artikel. Einer in der FAZ, der andere in der Zeit veröffentlicht.
    Sie werden feststellen: überall dasselbe Muster.

    Was die "Heldenverehrung" angeht: dies betrachte ich als Spiegelung. Die Idealisierten sollen das verkörpern, was ihr Publikum auch gern wäre. Sich aber nicht zu sein getraut. Man sonnt sich im Glanze der Projektionsfigur in der Hoffnung, dann die eigene Blässe in ein wenig mehr gesunden Teint verwandeln zu können.

    "Übergriffigkeit ist - auch - ein Erfolgsprinzip". Der Missbraucher hat Eigenschaften, um die ihn sein Umfeld beneidet. Deshalb sucht er auch ganz bestimmte Tatorte.
    Schulen wie die Odenwaldschule und Einrichtungen der katholischen Kirche scheinen besonders geeignet zu sein.

    Narziss ist in Wirklichkeit eine ganz traurige und einsame Figur. Er findet sich so wenig liebenswert, dass er dazu übergeht, sich selbst anzuhimmeln.
    Damit er das Gefühl hat, dass ihn wenigstens einer mag...

    Zu jeder Missbrauchertruppe gehören die ihre Kinder ablehnenden, Zuneigung heuchelnden Mütter.

    Das wird Ihnen bekannt vorkommen... :)

    Viele herzliche Grüße aus Berlin-Köpenick sendet Ihnen,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • #123

    Jutta Lehnert (Samstag, 04 Oktober 2014 22:21)

    Der Film über die Odenwaldschule war gut, aber an einigen Stellen nur schwer auszuhalten. Täter auf ganz hohem Podest sind nur schwer zu entlarven. Es ist auch immer noch eine katholische Struktur: Jemanden verehren, auf einen Sockel stellen und damit unkritisierbar und unangreifbar zu machen. Vorbilder dagegen sind etwas anderes; in aller Bescheidenheit.

  • #122

    Angelika Oetken (Sonntag, 03 August 2014 22:52)


    "Auch der Herr Professor scheint nicht ganz im Bilde zu sein:"
    (Kommentar zur Meldung vom 3.7.2014)

    Möglicherweise. Allerdings lehrt uns doch die Auswertung all dessen, was wir so tagtäglich sammeln und auswerte dürfen, dass es für so gut wie jede Art von Kriminalität Gefährten gibt. Die sich nahezu blind finden.

    Und nicht vergessen: nur schwache Kinder werden missbraucht. Genau. Wozu dann die ganze Aufregung?

    Wo rechtsschaffene Christenmenschen am Werk sind, gibt es keine Opfer. Nur Sieger!

    Herzliche Grüße aus der Diaspora ;-)

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • #121

    Angelika Oetken (Freitag, 30 Mai 2014 11:47)


    Wegen Ethikodex (Meldung vom 28.5.): die haben doch schon einen. Seit ein Mann namens Moses ein paar Tontafeln den Berg Sinai runtergeschleppt hat.

    Oder wozu sind die 10 Gebote da? Da steht doch alles drin. Damit das also neben den einfachen Gläubigen auch die Kirchenfunktionäre verstehen können, hier noch mal in einfacher Sprache:
    http://www.kidsweb.de/religionen_spezial/judentum/die_zehn_gebote_von_berg_sinai.html

    Herzliche Grüße von
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • #120

    Angelika Oetken (Samstag, 08 März 2014 16:46)

    "Wir eröffnen jetzt eine Wettsession auf den nächsten Promi, ich wünsch mir einen deutschen Bischof, und dann Systemkollaps, dann kann es vielleicht mal von vorne beginnen, so mit Evangelium pur und Seelsorge sorgenfrei."

    Ich halte dagegen und setze auf einen Wirtschafts-oder Politpromi aus dem Lager der Liberalen. Danach auf Enthüllungen, die eine Partei mit einem C im Namen betreffen. Mit Schnittmengen zur RKK. Eine ganze Filzgirlande sozusagen. Wenn schon, denn schon. Den Redaktionen, die Veröffentlichungen zu so etwas verantworten müssen, sollte schon was geboten werden. Ein Kinderporno gaffender Bischof: das überrascht niemanden. Es wäre eher verwunderlich, wenn da in absehbarer Zeit nichts veröffentlicht würde.

    Papa Franz hat ohnehin vor, seinen Betrieb zu sanieren. "Gesundschrumpfen" nennt man das ja nicht umsonst. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dem von ihm jüngst einberufenen Wirtschaftsrat auffällt, dass ein Land mit noch nicht mal 25 Millionen Katholiken keine 25 Verwaltungsbezirke braucht. Zumal die meisten Schäfchen ihre Hirten eh nur zu besonderen Anlässen in Anspruch nehmen. Nämlich zu Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen und ab und an zu weihnachtlichen Sammelgottesdiensten.

    Da braucht es auch keine 68 Bischöfe. Drei reichen locker.

    Guckst du hier:
    http://www.zeit.de/2014/11/vatikan-finanzen-papst-franziskus

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • #119

    Angelika Oetken (Samstag, 26 Oktober 2013 14:23)


    Zum Film "Mea maxima culpa": er ist in mehrfacher Hinsicht sehr gelungen und wichtig.

    Einmal weil die Opfer, die die Gebärdensprache nutzen, damit das, was ihnen widerfahren ist besonders anschaulich machen können. Dann weil es der erste Film dieser Art ist, der einen besonders wesentlichen Aspekt des Missbrauchs in Institutionen thematisiert, nämlich die Verquickung von wirtschaftlichen Leistungen und sexualisierten Übergriffen. Die meisten TäterInnen sind besonders erfolgreiche Spendensammler oder mit VIPs bestens vernetzt.
    Und noch eine Sache wird angesprochen, die Täter und Täterunterstützer nutzen, gerade die aus dem katholischen Milieu: sie diffamieren die minderjährigen Opfer und werten so das eigene Handeln moralisch auf.
    So nach dem Motto "die betroffenen Jungen sind ja homosexuell, die Mädchen sexuell aufgeschlossen, frühreif. Beides ist verboten und gehört bestraft. Deshalb ist es im Grunde richtig, was die Täter getan haben. Zu mindestens haben die Opfer die Strafe verdient".

    Sie verlagern mit dieser pauschalisierenden Zuschreibung die Schuld von den Tätern auf die Opfer.

    Für die offene und verdeckte Verachtung und Missachtung, die die katholischen Verantwortlichen gegenüber den Opfern demonstrieren findet sich so eine Erklärung.

    Diese Sicht eint Täter und leider einen großen Teil der Verantwortlichen. Die sich damit zu Mittätern machen.

    Nicht nur praktisch, indem sie Betroffenen Anerkennung, Hilfen und Schmerzensgeld verweigern, sondern auch in spiritueller Hinsicht, weil sie eine menschenverachtende, defizitäre Haltung religiös rechtfertigen wollen.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich dafür eine theologische Basis findet.

    Eine menschliche sowieso nicht.

    MfG,

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von über 7 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland die in ihrer Kindheit Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

  • #118

    Lamm (Mittwoch, 02 Oktober 2013 23:35)

    Liebes Schaf, Sie schreiben in ihrem aktuellen Post: "Wir wollen versuchen, zunächst den Beweis anzutreten, dass die Amtskirche einfach überfordert ist."
    Dazu möchte ich anmerken, dass selbst Papst Franziskus genau dieses bereits in diesen Tagen eingestanden hat: " "Die Zahl der Fälle weltweit war zeitweise so groß, dass die römische Behörde an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit kam." Darin heißt es weiter: "Papst Franziskus plant offenbar eine Beschleunigung der kirchenrechtlichen Strafverfahren für Kleriker, die Minderjährige sexuell missbraucht haben. Wie die italienische Tageszeitung “La Stampa” am Mittwoch berichtete, haben die in Rom zum Konsistorium versammelten Kardinäle bereits am Montagnachmittag darüber beraten.

    Nach Informationen des Blattes wird derzeit darüber nachgedacht, kirchliche Spezialgerichte auf nationaler Ebene einzuführen. Ziel sei es, die Verfahren zu beschleunigen.

    Unter Papst Benedikt XVI. waren die entsprechenden Prozesse den diözesanen Gerichten entzogen und nach Rom verlagert worden, wo jetzt die Glaubenskongregation für derartige “schwerste Straftaten” zuständig ist. Die Zahl der Fälle weltweit war zeitweise so groß, dass die römische Behörde an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit kam.

    Die nun offenbar angestrebte nationale Lösung soll laut Informationen der “Stampa” künftig die erste und die zweite Instanz der Strafverfahren umfassen. Vereinfacht werden soll demnach auch die Entlassung aus dem Klerikerstand auf dem Verwaltungsweg und ohne Strafprozess, die in besonders dringenden und schwerwiegenden Fällen angewandt wird. Hier soll künftig nicht mehr die Glaubenskongregation, sondern der Oberste Gerichtshof, die “Apostolische Signatur”, die letzte Berufungsinstanz für die dienstenthobenen Kleriker werden."
    - Was der Papst bereits öffentlich eingestand, dagegen versucht sich ein "Missbrauchsbeauftragter" namens Bischof Ackermann noch zu erwehren. Leider ohne Erfolg. Das Misstrauen gegenüber der katholischen Kirche wird dadurch nur noch vergrößert. Sollte sich Ackermann nicht endlich von seinem Amt als "Missbrauchsbeautragter" trennen, wird er die katholische Kirche nur noch weiter blamieren. An Unglaubwürdigkeit ist er jetzt bereits nicht mehr zu überbieten. -

  • #117

    Veronika Bronder (Dienstag, 17 September 2013 23:31)

    @Angelika Oetken:
    Im Moment erst Ihren Eintrag gelesen - werde dann doch mal in Bälde mit Ihnen Kontakt aufnehmen.

  • #116

    Angelika Oetken (Samstag, 31 August 2013 21:31)


    Leider ist im Forum deutscher Katholiken die Blogfunktion deaktiviert. Darum - auch - hier der Hinweis auf zufällige, aber umso kuriosere Ähnlichkeiten zwischen Herrn Tebartz-van Elst und einer bekannten Fantasyfigur. Guckst du hier:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Figuren_in_Tolkiens_Welt#Gollum.2FSm.C3.A9agol

    Man beachte die Sache mit dem Ring. Sie nimmt kein gutes Ende für Gollum alias Sméagol. Der Endkampf um dieses Geschmeide findet in herausfordernder Umgebung statt http://de.lotr.wikia.com/wiki/Schicksalsberg?file=Mount_Doom.jpg, was dem unsportlichen, etwas verhärmt wirkenden Gollum zum Verhängnis wird.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • #115

    Angelika Oetken (Montag, 19 August 2013 18:15)

    15.08.2013: "Genau, die haben ordentlich was geschafft, in letzter Zeit besonders"

    Wenn ich mir die Biografie von Herrn Zollitsch so durchlese, dann kann ich mir noch einen ganz anderen, weit verbreiteten Grund fürs "konnte-ich-mir-gar-nicht-vorstellen" angesichts der Missbrauchsfälle denken.

    Jahrgang 1938, Donauschwabe, der Bruder wurde ermordet, Zollitsch selbst mit 6 Jahren interniert, dann als Flüchtlingskind in Westdeutschland aufgewachsen, etliche Ortswechsel, Heimschüler...

    Das ideale Opferprofil.

    Robert Zollitsch hat sich eigentlich immer mit reflektierten Meinungen und Weltoffenheit positiv von seinen Kollegen abgehoben. Deshalb fällt die vorgebliche Ahnungslosigkeit angesichts des Missbrauchsthemas um so mehr auf.

    Überhaupt: eigentlich merkwürdig, dass sich so wenige Priester als Missbrauchsopfer outen. Oder vielleicht gerade bezeichnend für den Geist der in der RKK herrscht? Täter darf man als katholischer Kirchenfunktionär sein, aber Opfer nicht?

    Mit freundlichen Grüßen,

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von über 7 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland die in ihrer Kindheit Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

  • #114

    egal, wie ich heiße - vielleicht: "Schaf" ?? (Sonntag, 11 August 2013 21:50)

    Ach, ja
    Entschuldigung, dass ich so lange nicht mehr geschrieben habe. Aber ich möchte gerne an verschiedene "Leserbriefschreiber" noch was los werden:
    @ unverschämt:
    Sie sollten meinen Beitrag mal komplett lesen, dann das Hirn schütteln und neu bewerten.
    @Jutta Lehnert:
    Nach wie vor schätze ich dich sehr!!! Und: ich habe den Inhalt deines Berichtes in keiner Weise kritisiert. Lediglich der Umfang hat mir viel Lesezeit abverlangt. Vielleicht wär´s auch etwas kürzer gegangen ..
    @Blöööck Blööööööck!:
    Auch Ihnen empfehle ich, meinen Beitrag sachlich zu lesen und dann seriös zu bewerten! Ich bin meilenweit davon entfernt, Jutta anzugreifen oder mich gar gegen sie zu stellen! Einfach mal lesen, dann denken und dann überlegen, was Sie zu schreiben gedenken! Manchmal hilft es!!!

    Noch was:
    Mir sind 1000 schwule und 1000 Priester, die Sachverhalte aus Sicht der Presse "falsch" darstellen, 1000 x lieber als ein pädophiler Priester, der sich an Schutzbefohlenen vergreift!

  • #113

    Angelika Oetken (Freitag, 09 August 2013 19:12)

    Liebe Schafe,

    Achtung, "Fressfeind" lernt dazu...Mimikrywarnung...http://religion.orf.at/stories/2597315/

    Letzter Satz: " „Die Männerbünde entmachtet man am einfachsten dadurch, dass man einfach das macht, wovor sie am meisten Angst haben: sich öffnen, an die Ränder gehen, den Stallgeruch der Schafe annehmen.“

    Viele Grüße aus Berlin-Köpenick von
    Angelika Oetken

  • #112

    Angelika Oetken (Dienstag, 04 Juni 2013 19:21)

    Guten Abend,

    das mit dem "Netzwerk" hätte Dieter Hildebrandt sich nicht besser ausdenken können. Und Herrn Ackermanns Politsprechphrasen wirken zunehmend wie aus einem Kommunikationshandbuch vom Grabbeltisch.

    Solche Verbünde, in denen alle möglichen Leute sitzen, nur nicht die um die es angeblich geht, sind leider immer noch die Norm.
    Sie dienen ganz unterschiedlichen Zwecken: angefangen davon auf Kosten der Arbeitgebers auf einem "Meeting" in Ruhe Kaffee trinken und mit KollegInnen ein Schwätzchen halten zu können, dann von außen aufgetragene Erwartungen möglichst stressfrei (pseudo) zu erfüllen bis hin zum Basar für Pöstchen, Aufträge und Gefälligkeiten.
    Und richtig: bei all diesen Aktivitäten würden Betroffene nur stören.

    Die beste Prophylaxe ist: einfach wegbleiben. Sich lieber mit Menschen treffen, die es wert sind. Das kann man den entsprechenden Kindern und den Leuten, die es auf ehrliche Art gut mit ihnen meinen eigentlich auch nur raten.

    Ich nenne diese Taktik: "Publikum entziehen" :)

    Viele liebe Grüße von
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • #111

    Angelika Oetken (Dienstag, 07 Mai 2013 21:07)

    @Veronika Bronder,

    Sie schreiben unten im Beitrag 90:

    "Wenn jemand direkt oder sekundär betroffen ist, dann kann man seinen Namen nicht nennen obgleich der Gefahr "Fingerzeig" auf die Opfer. Habe ich tatsächlich bei Bekannten erlebt."

    Ich bin direkt betroffen und habe mich als Missbrauchsopfer geoutet. Auch im beruflichen Kontext.
    Ich habe mich vor drei Jahren dazu entschlossen, motiviert durch die "Eliteopfer" von den katholischen Einrichtungen und der weltlichen Odenwaldschule, die das auch gewagt hatten.

    Allerdings sollte so ein Schritt gut vorbereitet sein.

    Ich hatte sowieso vor, mich zu meiner Biografie zu bekennen. Und mich dann 2010 spontan entschlossen, meine Geschichte in einem öffentlichen Forum einzustellen.

    Auf jeden Fall muss die eigene Geschichte vorher so weit aufgearbeitet sein, dass man mit aufsteigenden belastenden Emotionen umgehen kann, wenn negative Reaktionen von Seiten der Mitmenschen kommen. Ob sie nun absichtlich oder einfach aus Unachtsamkeit erfolgen.
    Auch eine gewisse berufliche und private Unabhängigkeit ist nicht verkehrt. Sei es, dass Konkurrenten versuchen, die Tatsache des Outings negativ zu verwerten oder dass Angehörige oder sogar Partner sich abwenden. Bzw. dass man Nachteile bei der Partnersuche erwarten muss.
    Falls es im sozialen Umfeld Menschen gibt, die unter den Folgen dieses leiden könnten (Kinder, andere Verwandte, Lebenspartner) dann sollte man unbedingt vorher mit ihnen über mögliche Konsequenzen und den Umgang damit sprechen.
    Eine Vernetzung mit Opfern die das Outing schon hinter sich haben hilft ungemein.
    Und sei es nur, um sich über wirksame Entgegnungen auszutauschen, wenn "liebe" Mitmenschen oder sogar "Experten" meinen, ihre Häme über Missbrauchsbetroffene ausgießen zu müssen.

    Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass die meisten negativen oder sogar diffamierenden Äußerungen von Menschen erfolgen, die eigene Traumatisierungen und Erfahrungen von Hilflosigkeit und Beschämung nicht gut verarbeitet haben. Oder die selbst zu Übergriffigkeiten neigen. Bzw. verantwortlich waren oder sind und vor dieser Tatsache fliehen.
    Man kann als Opfer lernen, dem wirksam zu begegnen und sich so Respekt zu verschaffen.

    Was mich immer wieder erstaunt - und auch erschüttert: viele Menschen haben Angst vor uns Missbrauchsbetroffenen.

    Das ist einfach auf ein kulturell fest verwurzeltes Tabu zurückzuführen, das begleitet von vielen Mythen dazu geführt hat, dass wir als Gesellschaft mit einer alltäglichen Realität nicht umgehen können.

    Ein Wahlspruch, den ich zusammen mit anderen Betroffenen kreiert habe lautet daher: "Wir sind die, die sich schon geoutet haben".

    Ich wünsche Ihnen alles Gute!

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von über 7 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland, die in der Kindheit Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

  • #110

    Angelika Oetken (Dienstag, 07 Mai 2013 20:45)


    Liebe Leute von Schafsbrief,

    meine Meinung zu den lokalen RKK-Führungsfiguren bei euch habe ich heute schon im Volksfreund und in der Saarbrücker Zeitung eingestellt.

    Es ist eurer Hartnäckigkeit und auch einer ziemlichen Professionalität zu verdanken (diesmal im positiven Sinne), dass von Seiten Herrn Ackermanns überhaupt reagiert wurde.

    Jemand der es ganz sicher weiß - ein "Whistleblower" in Kutte wenn man so will - hat mir neulich gesagt, er rechne mit einer zweiten und einer dritten Aufdeckungs- und Skandalwelle was Missbrauch durch Kirchenpersonal angehe.

    Insofern: ihr seid bestens darauf vorbereitet, während die Gegenseite nur noch reagieren kann. Was das entschlossene Handeln angeht ist der Zug längst abgefahren.

    Alles Gute weiterhin und ganz herzliche Grüße aus Berlin-Köpenick von
    Angelika Oetken

  • #109

    Angelika Oetken (Dienstag, 07 Mai 2013 20:37)


    Guten Abend,

    eine ganz herzliche Gratulation an Frau Lehnert für die Preisverleihung. Habe neulich im Radio eine Sendung über das Leben von Dorothee Sölle angehört und spontan gedacht: "ja das passt".

    Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft, Erfolg und auch genug Spaß bei der Arbeit!

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • #108

    Jutta Lehnert (Montag, 06 Mai 2013 14:14)

    Liebe Schafe, das ist ja mal eine gute Nachricht, dass jemand endlich persönlich die Konsequenzen übernehmen muss für seine widerliche Gewalt an Unschuldigen. Wir sollten uns aber nix vormachen: Das in der Hauptsache dem öffentlichen Druck zu verdanken. Mich würde es freuen, wenn mehr betroffenen Zeugen und Zeuginnen den Mut fänden, sich zu organisieren. Eine Frage noch: Wer arbeitet jetzt in Burbach eigentlich mit den Menschen in der Gemeinde, die von Schuldgefühlen geplagt werden?
    Da ist, glaube ich, noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten.

  • #107

    Veronika Bronder (Sonntag, 05 Mai 2013 14:17)

    Lange überlegt ob ich hier was schreibe...

    Verfolge die Homepage sehr sorgfältig. Und wem sag ich`s : Bei diesem Thema liegen die Nerven blank.

    Bin zwar nicht primär betroffen, aber ich kann gut verstehen (solange keine persönlichen Beleidigungen, Vorverurteilungen etc. geschrieben werden), dass Menschen anonym bleiben wollen.

    Wenn jemand direkt oder sekundär betroffen ist, dann kann man seinen Namen nicht nennen obgleich der Gefahr "Fingerzeig" auf die Opfer. Habe ich tatsächlich bei Bekannten erlebt.

    Durch schafsbrief.de bin ich erst wachgerüttelt worden.

  • #106

    Osterlamm (Sonntag, 14 April 2013 21:42)

    "Die Tageszeitung "La Repubblica" berichtete vorab von der Einrichtung und schrieb von einer "Revolution des Franziskus". Der Papst sei nun kein Alleinherrscher mehr und werde bei Entscheidungen unterstützt." - Sieht man sich die Namensliste dieser "Unterstützer" an, so wird man wohl kaum von Reform sprechen können. Selbst wenn er einen Reformkurs anstreben wollte, werden Kardinal Marx und Konsorten ihn davon abhalten. Meine Meinung.

  • #105

    Angelika stinkt (Montag, 01 April 2013 15:33)

    Frohe Ostern!

  • #104

    Angelika Oetken (Sonntag, 31 März 2013 21:24)


    Zum Thema "(Sch)mähbeiträge":
    wenn es die Möglichkeit gibt, öffentlich anonym zu pöbeln, dann können etliche Zeitgenossen wohl nicht widerstehen.
    Die Redaktionen der Medienforen der FAZ und des Focus hat das veranlasst, nur noch Beiträge von ForistInnen zu veröffentlichen die unter Klarnamen posten.

    Hier ein Auszug aus den "Richtlinien für Lesermeinungen" der FAZ:
    "Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. .....Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

    Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen..."

    Viele Grüße von
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • #103

    Knall (Samstag, 30 März 2013 16:26)

    Franziskus -jeden Tag ein neuer Knaller! Das läßt den lautesten Schafsbrief verstummen.

  • #102

    Osterlamm (Mittwoch, 27 März 2013 20:16)

    Klasse! ;-)

  • #101

    Gutnacht (Mittwoch, 27 März 2013 08:13)

    Schafbriefe=Schlafbriefe?
    Ihr werdet Euch doch wohl nicht von ein paat Idioten aus der Ruhe bringen lassen!?

  • #100

    Spuck! (Dienstag, 26 März 2013 19:45)

    Den Schafsbriefen geht die Spucke aus! Auch gut!

  • #99

    Phasisäer (Dienstag, 26 März 2013 09:49)

    den-Schafsbriefmachern-zeige-ich-es-mal-Virus bekämpfen!
    Ihr macht alles richtig, um Gottes willen keine Selbstzweifel - Pharisäer gibt es nicht mehr!

  • #98

    Opferschaf (Montag, 25 März 2013 12:11)

    Wir der Schafsbrief zu Ostern geschlachtet? Oder schon vorher?

  • #97

    Liebe (Samstag, 23 März 2013 12:28)

    Ich liebe die Schafsbriefe - ehrlich!

  • #96

    Sturm (Donnerstag, 21 März 2013 18:09)

    Ich kann den Leserbriefschreibern nur zustimmen: Wer Hass sät, wird Sturm ernten.

  • #95

    Hetzlamm (Mittwoch, 20 März 2013 18:44)

    Dieser Text ist eine Unverschämtheit: "Sind Franziskus, Bischof Ackermann und die Täter auch hier dabei? Ach stop - das sind ja im juristischen Sinne nicht nur die Boten der Nachrichten, sondern sogar die Verursacher!" Man rückt den Papst in die Nähe der Missbrauchsfälle!!

  • #94

    Osterhasslamm (Mittwoch, 20 März 2013 16:56)

    Ja, so ist es. Man möchte keinen Frieden, auch nicht zu Ostern, statt dessen beleidigt man einen Papst, der noch nicht einmal ins Amt eingeführt ist. Das kann nichts mehr werden mit den Schafsbriefen.

  • #93

    Osterlamm2 (Montag, 18 März 2013 21:01)

    Das ist wirklich Hass und hat mit Osterlämmern nichts zu tun.

  • #92

    Beifall (Montag, 18 März 2013 20:37)

    Völlig richtig. Die Schafsbriefe verbreiten Hass. Sie wollen keinen Frieden, noch nicht einmal dem Papst Franziskus eine Chance geben. Hoffentlich springt mit euch keiner so gnadenlos um.

  • #91

    postschaf (Sonntag, 17 März 2013 17:41)

    test

  • #90

    schafsbrief (Sonntag, 17 März 2013 17:40)

    testmail

  • #89

    Hass (Sonntag, 17 März 2013 09:58)

    Voller Hass - das hat nichts mehr mit Christus zu tun!
    Am besten gründet man eine neue Kirche, wenn man so voll Hass ist!

  • #88

    Osterlamm (Samstag, 16 März 2013 09:53)

    "Auch der "Verbreiter" der Bösartigkeiten sitzt mit im Boot." - na, klasse! Sind Franziskus, Bischof Ackermann und die Täter auch hier dabei? Ach stop - das sind ja im juristischen Sinne nicht nur die Boten der Nachrichten, sondern sogar die Verursacher!

  • #87

    Mitgegangen... (Samstag, 16 März 2013 09:14)

    Bei allem Wohlwollen:
    Wer solchen Verleumdungen eine Plattform bietet, wer Beleidigungen ein Internet(-Forum) verfügbar macht... kann sich nicht im Sessel zurücklehnen und sagen, er habe ja mit dem Inhalt solcher "Beiträge" nichts zu tun. Auch der "Verbreiter" der Bösartigkeiten sitzt mit im Boot. Da sollte man mal ins Presse- und Medienrecht hineinschauen. Ist man wirklich so blauäugig? Es braucht eigentlich nur jemanden, der das zur Anzeige bringt. Dann sind die Schafsbriefe dran... Das kostet dann sogar richtig Kohle. Fangt schon mal an zu sammeln!

  • #86

    Schwarzes Schaf (Freitag, 15 März 2013 19:07)

    @Entsetzt
    @zustimmung

    Bisher haben wir das Gästebuch offen gelassen. Das bedeutet, dass die Einträge hier nicht zensiert sind. Was auch bedeutet, dass auch Inhalte, die beispielsweise von Hodenschnibbler kommen nicht von uns stammen.

    Also, wenn die Kritik darauf abzielt, müssten wir das Gästebuch schließen. Auch für Ihre Beiträge.

    Zielt die Kritik auf die Schafsbriefe allgemein: Einfacher Schafstipp: Einfach nicht mehr anklicken. Völlig kostenlos und schmerzfrei.

    ... Wenn Sie jedoch in eine konstruktive Diskussion eintauchen möchten, bitte Mail an postschaf@t-online.de.

    Gruß

    Schwarzes Schaf

  • #85

    Zustimmung (Freitag, 15 März 2013 18:41)

    Das Wort Fremdschämen ist hier angebracht!

  • #84

    Entsetzt (Freitag, 15 März 2013 18:26)

    Das Niveau entsetzt mich. Wie tief sind die Schafsbriefe gesunken. Schämt euch.

  • #83

    Hodenschnibbler (Donnerstag, 14 März 2013 12:52)

    Der neue Papst soll sich symbolisch kastrieren lasssen

  • #82

    Schnapp schnipp! (Dienstag, 26 Februar 2013 20:32)

    Alle entmannen und zwar sofort. Das ist die Lösung für das Ende der Welt! Es sei denn die Jungfrauengeburten nehmen zu.

  • #81

    Schnipp Schnapp (Dienstag, 26 Februar 2013 19:23)

    Penise ABSCHNEIDEN !!!

  • #80

    Blöööck Blööööööck! (Dienstag, 26 Februar 2013 18:56)

    Jetzt geht es sogar gegen die eigenen Leute, wenn man Frau Lehnert im Schafsbrief angreift. Das soll man noch verstehen, wie wirr und doppelbödig inzwischen diese ganze Aktion wird. Was wollt ihr eigentlich? Die eigene Glaubwürdigkeit radikal zerstören. Wacht endlich auf, ihr angeblichen Gutmenschen und Besserwisser!

  • #79

    Unverschämt (Montag, 25 Februar 2013 19:03)

    Diese Kritik an der Frau, die sich wirklich bemüht, ist unverschämt.
    Schade!

  • #78

    Jutta Lehnert (Sonntag, 24 Februar 2013 16:43)

    Liebes unbekanntes "Schaf",
    ich habe lediglich den persönlichen Erfahrungsbericht von meinen vier Urlaubstagen in Trier zur Verfügung gestellt. Was die Erfahrungen angeht, sind sie nicht in drei vier knackige Sätze zu fassen. Einfühlung und neue Erkenntnisse sind nicht billig zu haben, da muss schon ein bisschen Bemühen sein. Es kann ja auch keine billige Gnade geben, sagte Bonhoeffer...Noch was Theologisches: Die christliche Identität entsteht nur aus der Zuwendung zu den Opfern der Geschichte. Das ist unbequem und man macht sich damit nicht viele Freunde...
    Jutta Lehnert

  • #77

    postschaf (Samstag, 23 Februar 2013 23:44)

    @egal wie ich heiße -vieleicht: "Schaf"??
    wie wäre es mit direkter Ansprache an Frau Lehnert?

  • #76

    egal, wie ich heiße - vielleicht: "Schaf" ?? (Samstag, 23 Februar 2013)

    ach, Jutta, bislang konnte ich dich gut leiden. Du hast sicher in allen Gremien (zumindest dort, wo ich zugegen war) immer gute, kritische Anmerkungen gemacht. Aber hier einen halben Kilometer Kommentar zu hinterlassen - nee, nee, wer soll das denn alles lesen ???